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DUISBURGER AKZENTE – DIE BERGUNG

Sonntag, 26. März 2017, 17.00 Uhr

Eine szenische Lesung aus „Wasserwelten“ von Siegfried Lenz

In den Erzählungen von Siegfried Lenz wird gestraft, wer dem Element Wasser nicht den nötigen Respekt zollt. Harry, ein äußerst erfolgreicher, nahezu besessener Bergungsunter-nehmer wird in Schifferkreisen gefeiert als ‚Fuchs der Küste‘. Eines Tages muss er sich aber bitter belehren lassen, dass die See mächtiger ist als er. Jahre lang haben Verhandlungsfinesse, Finanzierungsakrobatik und ausgeklügelte technische Kenntnisse dafür gesorgt, dass er unangefochten als ‚König‘ seiner Branche galt. Auch konnte er sich bei seinen waghalsigen Unternehmungen stets der Unterstützung seiner Frau Doris sicher sein.

Aber dieses Mal hat er den Bogen überspannt: Bei der Bergung des Frachters „REGINA“ haben er und seine Leute noch einmal alle nur erdenklichen Energien aufgeboten. Doch den lebens-gefährlichen Einsatz menschlicher Kräfte und ausgefeilter Bergungstechnik beantwortet die See mit Hohn. Die nackte Existenz steht auf dem Spiel. Droht jetzt das Ende von allem?

 

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mit Axel Gottschick (Harry), Lena Sabine Berg (Doris) und Friederike Schmahl

Eintritt: 8,00 Euro (Vorbestellung unter 0203 80889-0 wird empfohlen)

 

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Deutsche Flüsse – Die Ströme und ihre Zuflussgebiete

Eine Erweiterung der Dauerausstellung im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt 

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt schließt eine Lücke in der Dauerausstellung.  Besucher hatten den Eindruck, dass unsere Dauerausstellung viel zu sehr auf den Rhein und die Ruhr ausgerichtet ist. Diesen „Vorwurf“ haben wir zum Anlass genommen und an einer Erweiterung der Dauerausstellung unter Berücksichtigung der bedeutenden deutschen Flüsse gearbeitet. Sie finden diese neue Ausstellungseinheit  im Schwimmbecken im Untergeschoss der ehemaligen Herrenschwimmhalle. Sie stellt außergewöhnliche Schiffstypen, wie die Kettenschleppdampfer des Neckars, die „Ulmer Schachteln“ von der Donau oder die Heckraddampfer der Oder in den Mittelpunkt. Zusätzlich bieten Vertiefungsebenen zu den Zuflüssen einen Einblick in das weitverzweigte Wasserstraßennetz der deutschen Flüsse.

Sehenswert ist „fliozan“ GERMAN RIVERS eine Videoinstallation des Mainzer Professors Harald Schleicher. „fliozan“ ist eine audiovisuelle Reise entlang der wichtigsten deutschen Flüsse – aufgenommen von ihrer Quelle bis zur Mündung. Ein bildgewaltiges Projekt, das der Ausstellungseinheit eine besondere Atmosphäre verleiht.

Aus dem Bestand des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen in Berlin sind Gemälde zu sehen, die schwerpunktmäßig die Flüsse der ehemaligen DDR repräsentieren. Sie runden die breitgefächerte Palette der „Deutschen Flüsse“ ab.

 

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DUISBURGER AKZENTE – Umbrüche

Dienstag, 14. März 2017, 19.00 Uhr

Das Ruhrgebiet – Industrie, Hafen, Arbeitswelt

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Karin Sommer-Heid

Eine Bilder- und Objektausstellung von Karin Sommer-Heid

Die Duisburger Künstlerin Karin Sommer-Heid zeigt Bilder  – Acryl, Öl, Aquarelle, Collagen, Fundstücke und Objekte – zum Thema der Duisburger Akzente „Umbrüche“. Karin Sommer-Heid ist freie Künstlerin und lebt in Duisburg.

 

 

 

 

„Vom Zweibeiner zum Tausendfüßler“ – Das Revier hat sich in 150 Jahren gewandelt

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Sabine Grefe

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Mari Marquardt

Eine Fotoausstellung von Mari Marquardt und Sabine Grefe

Die Bilder der beiden Fotografinnen zeigen Augenblicke und Momente von Menschen mit dem Lebensraum der Vergangenheiten und deren Geschichten. Plätze, Gebäude und Arbeitsstätten, die auf ein neues Erwachen warten oder weiterhin brach liegen werden… Umbrüche ziehen immer wieder auf und es ist spannend, diese Wege zu begleiten und zu verfolgen.

Die Fotografin und Fotodesignerin Mari Marquardt zeigt Porträts – Architektur – Landschaft – moderne Kunst und Industriefotografie. Mari Marquardt lebt in Alpen. Die Fotografin Sabine Grefe lebt in Bochum.

 

Die Ausstellungseröffnung wird durch den Duisburger Historiker Dr. Ludger Joseph Heid literarisch begleitet durch seinen Vortrag mit dem Titel „Duisburg im 19. Jahrhundert – Wirtschaft, Politik und Arbeiterschaft“.

Die Sonderausstellung wird präsentiert bis zum 26. März 2017

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Kollektives Schiffspostkartenmuseum – Musée Maritime de Balsièges

Sonntag, 2. April 2017, 11 Uhr

wird die „Postkartensammlung“ von Dorothée Bouchard, die sie dem Museum geschenkt hat, offiziell eröffnet.

1978 radierte die Düsseldorfer Künstlerin Dorothée Bouchard für den Düsseldorfer Kunstverein eine Jahresgabe, die einen Briefkasten darstellte. Der Radierung beigefügt war eine Schiffspostkarte mit der Bitte eine andere Schiffspostkarte zurückzuschicken. Die Resonanz war überraschend hoch. Das Ergebnis ist eine Schiffspostkartensammlung von Einsendern und Künstlern aus aller Welt, die in die Tausende geht. Ozeanriesen, Segelschiffe, Ruderboote, Eisbrecher, Kriegsschiffe, Flöße, Dschunken, Jollen, Wracks und Untergänge, eine Entdeckungsreise durch die Schifffahrtsgeschichte.

Alles, was mit Schiffen und Wasser zu tun hat, ist in der Sammlung vertreten.

Aus den zahlreichen Einsendungen entstand das Musée maritime de Balsièges in einer alten Mühle im Massiv Central in Südfrankreich, der Zweitwohnsitz von Dorothée Bouchard und ihrem Mann Elliot Bouchard.

Die Ausstellung wird dauerhaft in einem eigenen Kabinett präsentiert.

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HINGER – FOKUS DUISBURG

Bis Sonntag, 23. April 2017

präsentiert das Museum die Sonderausstellung HINGER – FOKUS DUISBURG

Hingers Werke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Johann Hinger beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Ruhrgebiet und hat als Ergebnis Ölbilder geschaffen, die sich im Glanz einer für die Sicht auf das Ruhrgebiet bisher unbekannten ästhetischen Autonomie sonnen. Anstoß zu dieser künstlerischen Auseinandersetzung waren unter anderem die Klischeevorstellungen und Vorurteile gegenüber dem Ruhrgebiet, denen der gebürtige Österreicher auch bei seinen Heimatbesuchen immer wieder begegnete.

Die Schornsteine rauchen in Hingers Bildern nur noch am Horizont, die Motive aus der Industrie findet der Künstler nur, wenn er danach sucht. Stattdessen öffnet uns Hinger mit seinem poetischen Licht, seinem magischen Realismus die Augen für die ganz eigene, schlichte Würde unserer Städte und Häuser. Und für eine Schönheit der Natur, die sich als unzerstörbar entpuppt hat.

Hingers Werke sind damit kein Abgesang auf das Ruhrgebiet. Im Gegenteil: Die Region hat in diesen Bildern den Frieden mit ihrer Geschichte gemacht, ist von vielen Wunden geheilt und bereit für den Aufbruch ins 21. Jahrhundert.

 

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SCHIFFSBLICKE – Alexander Calvelli

Sonntag, 30. April 2017, 11 Uhr

präsentiert das Museum die Sonderausstellung SCHIFFSBLICKE von ALEXANDER CALVELLI

Alexander Calvelli wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium an der Fachhochschule Köln und mehrjährigen Studienaufenthalten in Florenz, Brasilien und Argentinien kehrte er 1993 als Stadtmaler nach Leverkusen zurück. Heute lebt und arbeitet Calvelli in Köln.

Calvelli folgt seiner Vorliebe für realistische, exakte Wiedergaben von Motiven, die er hauptsächlich im Ruhrgebiet rekurriert. Industrieanlagen, Bergwerke, Schiffe, Häfen, Werften, aber auch Arbeitswelten, die vom Aussterben bedroht sind und die für den normalen Betrachter unbegehbar sind. Seine Bilder erinnern an Fotografien, und tatsächlich haben am Beginn jedes gemalten Bildes Aufnahmen gestanden. Anhand der fotografischen Dokumentation fertigt er Skizzen an, die er anschließend in Öl auf Leinwand überträgt. Die Bilder dokumentieren in aller Exaktheit Zustände und Materialien, sie vermitteln Stimmungen und Atmosphärisches. Sein reflexiver Realismus zeugt von einer besonderen Fähigkeit der Wahrnehmung.

Die Sonderausstellung wird bis zum 29.10.2017 in der Galerie des Museums gezeigt.

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Rhineheart

Der inzwischen stadtbekannte weiße Wal „Rhineheart“, den der Künstler Jörg Mazur während seiner bildhauerischen Odyssee „Heimat für Rhineheart“ schuf, tauchte im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt erneut auf. Und das schon zum zweiten Mal.

Mazurs Arbeit an der Wal-Büste begann letztes Jahr im Rahmen der 36. Duisburger Akzente zum Thema „Heimat“ und knüpfte an die abenteuerliche Reise des weißen Wals im Rhein an, der im Mai 1966 von zwei Rheinschiffern vor Duisburg-Neuenkamp gesichtet wurde.

Das Foyer des Binnenschifffahrtsmuseums war eine der ersten Stationen, an denen der Bildhauer mit seiner Idee Station machte, dem Wal in Duisburg ein Denkmal zu setzen und mit einer Skulptur am Rhein an die Einzigartigkeit seiner Geschichte zu erinnern.

Nach erfolglosen Fangversuchen des ehemaligen Duisburger Zoodirektors Dr. Wolfgang Gewalt schwamm der Wal damals weiter ins Landesinnere, wo er nach vier Wochen unmittelbar vor dem Bonner Regierungsgebäude auftauchte und Geschichte schrieb.

Es waren die Pressefotos und Berichte des mit Altöl verschmutzten Weißwals in einem Fluss namens Rhein, die damals auch den politischen Focus auf die starke Verschmutzung des Flusses lenkten.

„Der Rheinwal liefert eine märchenhafte Metapher für unseren Umgang mit der Natur“, erklärt Jörg Mazur seine Faszination am weißen Wal. „Ohne Worte hat er den Blick aufs Wesentliche geschärft und tausende Menschen bewegt“.

Die mittlerweile vollendete Wal-Büste, die nun oberflächenveredelt vor dem niederländischen Lastensegler „De Goede Verwachting“ in der ehemaligen Herrenschwimmhalle auftaucht, soll noch vergrößer, in Bronze gegossen und an anderer Stelle präsentiert werden.

Rhineheart soll ein nachhaltiges und freundliches Symbol für den Umweltschutz werden. Als Wahrzeichen wird es die Geschichte lebendig halten und einen optimistischen Blick in die Zukunft wagen.

Ssein Lächeln und das Winken der Flossen hatte die Besucher des Museums willkommen geheißen.

Zum 50. Jubiläum der Wal-Geschichte sind im Museum ein Plakat und eine Postkarte erhältlich.