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Hafen in Farbe – Dmitrij Surkov

Bis Sonntag, 23. Oktober 2016

war die Sonderausstellung „Urbane maritime Landschaften“ von Dmitrij Surkov  zu sehen.

 

Landschaften am Fluss, die Häfen von Duisburg und Hamburg, der Düsseldorfer Medienhafen mit seiner spektakulären Architektur, vom Wasser geprägte Industriekulissen und historische Stadtansichten – das sind zum einen Motive, die Dmitrij Surkov in kraftvoll eindringliche Malerei umsetzt. Zum anderen bearbeitet der Maler die klassischen Sujets des Stilllebens und des Porträts.

 

Dmitrij Surkov stützt sich auf die Tradition der sich befreienden figurativen Künstler der Klassischen Moderne, mit deren Umsetzung bis heute gerade die osteuropäische Künstlerwelt immer wieder neu zu begeistern versteht. Portrait_Surkov_1600x800

Während sich die Malerei anderswo mehr und mehr vom Gegenständlichen abkehrte, perfektionierte man dort weiter die Faszination von Licht und Schatten.

 

 

 

Rhinehart_2016

Rhineheart

Der inzwischen stadtbekannte weiße Wal „Rhineheart“, den der Künstler Jörg Mazur während seiner bildhauerischen Odyssee „Heimat für Rhineheart“ schuf, tauchte im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt erneut auf. Und das schon zum zweiten Mal.

Mazurs Arbeit an der Wal-Büste begann letztes Jahr im Rahmen der 36. Duisburger Akzente zum Thema „Heimat“ und knüpfte an die abenteuerliche Reise des weißen Wals im Rhein an, der im Mai 1966 von zwei Rheinschiffern vor Duisburg-Neuenkamp gesichtet wurde.

Das Foyer des Binnenschifffahrtsmuseums war eine der ersten Stationen, an denen der Bildhauer mit seiner Idee Station machte, dem Wal in Duisburg ein Denkmal zu setzen und mit einer Skulptur am Rhein an die Einzigartigkeit seiner Geschichte zu erinnern.

Nach erfolglosen Fangversuchen des ehemaligen Duisburger Zoodirektors Dr. Wolfgang Gewalt schwamm der Wal damals weiter ins Landesinnere, wo er nach vier Wochen unmittelbar vor dem Bonner Regierungsgebäude auftauchte und Geschichte schrieb.

Es waren die Pressefotos und Berichte des mit Altöl verschmutzten Weißwals in einem Fluss namens Rhein, die damals auch den politischen Focus auf die starke Verschmutzung des Flusses lenkten.

„Der Rheinwal liefert eine märchenhafte Metapher für unseren Umgang mit der Natur“, erklärt Jörg Mazur seine Faszination am weißen Wal. „Ohne Worte hat er den Blick aufs Wesentliche geschärft und tausende Menschen bewegt“.

Die mittlerweile vollendete Wal-Büste, die nun oberflächenveredelt vor dem niederländischen Lastensegler „De Goede Verwachting“ in der ehemaligen Herrenschwimmhalle auftaucht, soll noch vergrößer, in Bronze gegossen und an anderer Stelle präsentiert werden.

Rhineheart soll ein nachhaltiges und freundliches Symbol für den Umweltschutz werden. Als Wahrzeichen wird es die Geschichte lebendig halten und einen optimistischen Blick in die Zukunft wagen.

Ssein Lächeln und das Winken der Flossen hatte die Besucher des Museums willkommen geheißen.

Zum 50. Jubiläum der Wal-Geschichte sind im Museum ein Plakat und eine Postkarte erhältlich.