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HINGER – FOKUS DUISBURG

Bis Sonntag, 23. April 2017

präsentiert das Museum die Sonderausstellung HINGER – FOKUS DUISBURG

Hingers Werke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Johann Hinger beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Ruhrgebiet und hat als Ergebnis Ölbilder geschaffen, die sich im Glanz einer für die Sicht auf das Ruhrgebiet bisher unbekannten ästhetischen Autonomie sonnen. Anstoß zu dieser künstlerischen Auseinandersetzung waren unter anderem die Klischeevorstellungen und Vorurteile gegenüber dem Ruhrgebiet, denen der gebürtige Österreicher auch bei seinen Heimatbesuchen immer wieder begegnete.

Die Schornsteine rauchen in Hingers Bildern nur noch am Horizont, die Motive aus der Industrie findet der Künstler nur, wenn er danach sucht. Stattdessen öffnet uns Hinger mit seinem poetischen Licht, seinem magischen Realismus die Augen für die ganz eigene, schlichte Würde unserer Städte und Häuser. Und für eine Schönheit der Natur, die sich als unzerstörbar entpuppt hat.

Hingers Werke sind damit kein Abgesang auf das Ruhrgebiet. Im Gegenteil: Die Region hat in diesen Bildern den Frieden mit ihrer Geschichte gemacht, ist von vielen Wunden geheilt und bereit für den Aufbruch ins 21. Jahrhundert.

 

Calvelli

SCHIFFSBLICKE – Alexander Calvelli

Sonntag, 30. April 2017, 11 Uhr

präsentiert das Museum die Sonderausstellung SCHIFFSBLICKE von ALEXANDER CALVELLI

Alexander Calvelli wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium an der Fachhochschule Köln und mehrjährigen Studienaufenthalten in Florenz, Brasilien und Argentinien kehrte er 1993 als Stadtmaler nach Leverkusen zurück. Heute lebt und arbeitet Calvelli in Köln.

Calvelli folgt seiner Vorliebe für realistische, exakte Wiedergaben von Motiven, die er hauptsächlich im Ruhrgebiet rekurriert. Industrieanlagen, Bergwerke, Schiffe, Häfen, Werften, aber auch Arbeitswelten, die vom Aussterben bedroht sind und die für den normalen Betrachter unbegehbar sind. Seine Bilder erinnern an Fotografien, und tatsächlich haben am Beginn jedes gemalten Bildes Aufnahmen gestanden. Anhand der fotografischen Dokumentation fertigt er Skizzen an, die er anschließend in Öl auf Leinwand überträgt. Die Bilder dokumentieren in aller Exaktheit Zustände und Materialien, sie vermitteln Stimmungen und Atmosphärisches. Sein reflexiver Realismus zeugt von einer besonderen Fähigkeit der Wahrnehmung.

Die Sonderausstellung wird bis zum 29.10.2017 in der Galerie des Museums gezeigt.