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DER HAFEN IST VOLLER GEHEIMNISSE – DER BEWEIS

Samstag, 5. März 2016, 17 Uhr und Sonntag, 6. März 2016, 17 Uhr

Eine szenische Lesung aus „Wasserwelten“ von Siegfried Lenz / Poetische Werkstatt Ruhrort /Künstlerische Leitung: Friederike Schmahl / Sounds: Heinz Robert Martin „Das ist der Hafen: Ein Hort der Geheimnisse, ein Umschlagplatz für Geschichten, ein Rendezvous der Welt… Hier erlebst du den Aufbruch von Vaganten, von Weltumseglern, Abenteurern und träumenden Toren… von Männern, die anderen entfliehen wollen und von solchen, die sich selbst entfliehen möchten. Hier im Hafen machen tausend Leben ihre Bilanz, hier schließen sie ihre Rechnungen ab, hierher kommen sie zurück und suchen nach verlorenen Anfängen…Und zwischen Aufbruch und Rückkehr geschehen weitere Geschichten – und vielleicht wird es eine sein wie diese…“ „Der Beweis“.

Am Ende seines Arbeitslebens stellt Schiffsführer Albert Schull fest, dass sein Schiff BERTA um acht Tonnen zu klein vermessen wurde. In ihm entsteht das Verlangen nach Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Als er bemerkt, dass er nicht ernst genommen, sondern für verrückt erklärt wird, reift in ihm der Plan, auf nicht legale Weise den Beweis zu führen, der ihm zu seinem Recht verhelfen soll. Wird er als Held aus der Geschichte hervorgehen?

Siegfried Lenz schließt einen wirkungsvollen Pakt mit dem Zuhörer, der beunruhigt wird, fragt und bangt und ihn bis zum unerwarteten Schluss in Atem hält.

Die szenische Lesung lässt die beiden Erzählungen „Der Hafen ist voller Geheimnisse“ und „Der Beweis“ zu einer Text-Tonmontage miteinander verschmelzen. Der „Frachtraum“ im Untergeschoss des Binnenschifffahrtmuseums verwandelt sich atmosphärisch in das Ladedeck eines Lastfrachters.

Siegfried Lenz zählt zu den bedeutenden und meistgelesenen Schriftstellern der deutschen Literatur und wurde mit vielen wichtigen Preisen ausgezeichnet: dem Goethe-Preis, dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dem Lew-Kopelew-Preis fur Frieden und Menschenrechte. Er starb am 7. Oktober 2014 in Hamburg. Ihm ist dieses Projekt gewidmet.

 

Eintritt: 6 €