Tag_der_Archive_2016

TAG DER ARCHIVE 2016

Sonntag, 6. März 2016, 12 bis 17 Uhr

Acht Duisburger Archive zeigen am Tag der Archive unterschiedliche Aspekte von Mobilität: Der Begriff hat soziale, politische, technische und wirtschaftliche Dimensionen, die einander im Laufe der Geschichte wechselseitig beeinflusst haben. Mobilität ist mehr als einfach nur Bewegung.

Die industrielle Entwicklung des Ruhrgebiets ab Mitte des 19. Jahrhunderts ist mitgeprägt von ausländischen Fachleuten und Kapital. Unternehmer aus ver-schiedenen Ländern gründen und investieren in Bergwerke und Eisenhütten, sie bringen auch technisches Know-how zum Bau und Betrieb von Anlagen mit nach Duisburg. Damit kommt es zu einem Zustrom von Arbeitssuchenden u. a. aus dem Osten des Deutschen Kaiserreichs, die bei den rasant wachsenden Zechen und Hütten Arbeit finden. Mit dem raschen industriellen Wachstum entsteht auch ein dichtes Verkehrsnetz von Straßen, Eisenbahn, Kanälen und Häfen.
Im Zweiten Weltkrieg werden Zwangsarbeiter in Duisburg eingesetzt. Seit den 1960er-Jahren wiederum kommen „Gastarbeiter“ in das Ruhrgebiet, die als Arbeitskräfte dringend benötigt werden.
Eine hohe soziale Mobilität ermöglicht in der Region die 1972 (neu) gegründete Gesamthochschule Duisburg.
Duisburger Unternehmen gehen auch in die Welt: Sie gründen Niederlassungen und Betriebe im Ausland; sie transportieren Waren über den Rhein bis nach Übersee. Techniker reisen weltweit zur Erkundung von Rohstoffen und neuen Verfahren.

Mobilität ist ein Strukturmerkmal von Duisburg.
Historische Filme (12–14 Uhr und 15–17 Uhr)
Neben einem Lehrfilm zur Verkehrssicherheit in Duisburg (um 1930) zeigen weitere Filme u. a. die Entwicklung und Veränderung des Duisburg-Ruhrorter Hafens (1948 – 1985 – 2014).

Lesungen (14–15 Uhr)
Rolf-Peter Kleinen, professioneller Rezitator und Erzähler, liest historische Reiseberichte. In diesen spiegeln sich die Epochen der Stadtgeschichte, aber auch persönliche und zeitbedingte Muster der Wahrnehmung und Darstellung wider.

Kinderprogramm
Auf der Carrerabahn haben (kleine und große) Kinder Gelegenheit, sich als Rennfahrer(innen) zu beweisen und zu messen. Schiffe basteln und Malaktionen zur Verkehrssicherheit sind weitere Programmpunkte für die kleinen Besucher.

Büchertrödel
Neben den einzelnen Programmpunkten lädt ein Büchertrödel zum Stöbern ein. Gegen eine Spende zugunsten des Ruhrorter Hafenkids e.V. werden interessante Buchdubletten aus den Archiven abgegeben.

Kaffee & Kuchen
Für das leibliche Wohl sorgt Café Kurz, das im Raum vor der Ausstellung Kaffee und Kuchen anbietet. Gemeindehaus Ruhrort

Das Anfang des 20. Jahrhunderts von Niederländern errichtete Gemeindehaus wurde 1985 unter Denkmalschutz gestellt. Seit 2008 befindet es sich im Besitz der Firma Haniel und wird für kulturelle und bürgerschaftliche Veranstaltungen genutzt. Die Duisburger Archive haben das Gemeindehaus als Ausstel-lungsort gewählt, da vor 300 Jahren der Magistrat der Stadt Ruhrort einen Beschluss fasste, der als Geburtsstunde des Ruhrorter Hafens gilt.

Bitte beachten Sie, dass alle Veranstaltungen im Gemeindehaus Ruhrort, Dr.-Hammacher-Str. 6, 47119 Duisburg stattfinden mit Ausnahme der unten aufgeführten Führungen. Das historische Gemeindehaus ist nicht barrierefrei zugänglich.

Führungen
Eintrittskarten für alle Führungen gibt es im Ausstellungsraum des Gemeindehauses Ruhrort, Dr.-Hammacher-Str. 6, 47119 Duisburg
13.00 Uhr: Haniel Museum (Franz-Haniel-Platz); Treffpunkt: Eingang Gemeindehaus, maximale Teilneh-merzahl: 40
15.00 Uhr: Museum der Deutschen Binnenschifffahrt (Apostelstraße 84); maximale Teilnehmerzahl: 50
16.30 Uhr: Thyssenkrupp Konzernarchiv (Friedrich-Ebert-Straße 12); maximale Teilnehmerzahl: 20